Welches PEdALED-Kit war für dich während des Rennens besonders hilfreich?
Mir ist bewusst, dass das Wetter, das ich hatte, außergewöhnlich gut war. Deshalb wurde ein Großteil meiner Ausrüstung nicht wirklich auf eine harte Probe gestellt. Ich habe es geliebt, einen Großteil der Strecke einfach nur in meiner Odyssey Bib Shorts und Merino Jersey. Und als in den letzten vier Tagen starker Gegenwind herrschte, habe ich meinen Merino Neck Warmer benutzt, um mein Gesicht zu bedecken. Es ist das älteste PEdALED-Kleidungsstück, das ich besitze – ich glaube, aus 2018. Obwohl es immer noch in ähnlichem Stil erhältlich ist, benutze ich am liebsten das, das ich habe.
Hast du erwartet, einen neuen Rennrekord aufzustellen? Wie hat dich das motiviert, dranzubleiben, wenn es schwierig wurde?
Ja, das war ganz klar etwas, das ich anvisiert habe. Ich bringe mich gerne in solche Situationen, weil ich finde, dass es dem Abenteuer eine ordentliche Portion Würze verleiht . Aber man muss auch bedenken, dass meine Fahrt wohl kein offizielles FKT sein wird, wegen der kleinen Umleitung wegen eines Feuers, die ich nehmen musste. Da sie aber immer noch sehr vergleichbar ist, manche sagen sogar schwieriger, hat das zu vielen Diskussionen geführt. Ich denke aber, das spielt keine so große Rolle. Wenn man über schnelle Fahrten bis nach Antelope Wells spricht, landet man im Moment wahrscheinlich bei meiner Fahrt.
Wie schneidet das Tour Divide im Vergleich zu früheren Ultra-Rennen (und Siegen) ab?
Ich vergleiche den mentalen und körperlichen Aspekt gerne mit dem letztjährigen Transcontinental. Aus mentaler Sicht ist das TCR wirklich ein Spaziergang im Vergleich zum Divide: Wenn man nach 7 Tagen beim Transcontinental ans Ziel denkt, hat man beim TD gerade mal die Hälfte geschafft. Zum Glück ist diese Disziplin aber nicht einseitig: Die körperliche Belastung war beim TCR deutlich höher, weil die Konkurrenz härter war und die Strategien auf die Gegner angepasst werden mussten.
Was kommt als Nächstes?
Ich habe den Maienzug (Aaraus wichtigsten Feiertag) genossen, war in der Champagne und in Burgund und wurde krank, was mich daran erinnert hat, dass ich, um der Athlet zu sein, der ich sein möchte, auch nach einem Höhepunkt noch ein wenig Fokus behalten muss. Irgendwie ein demütigender Rückschlag, denke ich. Inzwischen hole ich für das Silk Road Mountain Race auf. Zum Glück gibt es danach keine große Party in meiner Stadt.