Pedaling stories: an Interview with Allan Shaw

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Pedalierende Geschichten mit Allan Shaw

Kurier, Ultra-Athlet und Geschichtenerzähler – Allan Shaw trägt viele Hüte. Die neueste Kappe in seiner Sammlung? Die des PEdALED-Botschafters. Wir freuen uns sehr, Allan als neuestes Mitglied unserer abenteuerlustigen Crew begrüßen zu dürfen und wollten mehr über seinen stets aktiven Ansatz für Leben und Radsport erfahren. Lesen Sie weiter, um unser vollständiges Interview zu genießen.

Wie würdest du dich selbst und deinen Zugang zum Radsport beschreiben?


Ich würde mich als jemanden beschreiben, der gerne Grenzen verschiebt – nicht nur körperlich, sondern auch mental und emotional. Das Fahrrad war für mich immer ein Werkzeug, um die Welt um mich herum zu entdecken. Ob ich als Kurier durch den Stadtverkehr schlängle oder bei einem epischen Ausdauer-Event ins Nirgendwo fahre – ich suche immer nach der Balance zwischen Herausforderung und Freiheit. Für mich zählt weniger das Podium als vielmehr die Reise: neue Orte, neue Menschen und neue Seiten an mir selbst zu entdecken.


Dein Radleben scheint sich ständig weiterzuentwickeln. Welche Rolle hat die Arbeit als Kurier dabei gespielt, dich zum Ultra-Racing zu führen? Und wie hat Ultra-Racing dich auf den Weg zum Storyteller gebracht?

Die Arbeit als Fahrradkurier hat mir viele Fähigkeiten im Umgang mit Druck, engen Zeitplänen und Unvorhersehbarkeiten beigebracht. In gewisser Weise ist das die perfekte Vorbereitung auf Ausdauerrennen. Man muss blitzschnell Entscheidungen treffen, das Tempo hochhalten und immer ein paar Züge vorausdenken. Diese Denkweise ließ sich ganz natürlich auf das Ultra-Racing übertragen, wo man ständig strategisch denkt und seine Grenzen über lange Distanzen hinweg auslotet.

Was das Storytelling angeht, hat Ultra-Racing mir viele Möglichkeiten eröffnet, mit Menschen und Orten in Kontakt zu kommen, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Diese Events sind voller Momente – guter, schlechter und allem dazwischen –, die spannende Geschichten bieten. Rennen bedeutet mehr als nur die Fahrt; es geht um die menschliche Seite, die Lektionen in Momenten des Kampfes und die besonderen Verbindungen, die man unterwegs knüpft.

What is it about ultra-cycling that makes it such an interesting source for stories?

Ultra-cycling is a treasure trove of stories because it strips away all the distractions and gets to the core of who you are and how much you can handle. You’re in a wild place far away from your everyday life. When you're riding through the night, running on Haribo, and battling both the terrain and your own mind, you’re forced to confront parts of yourself that you might otherwise ignore. It’s a space where you can see people at their best and their worst, and that’s where the real stories are born.

How does the narrative aspect of racing influence your own special approach to endurance competition?

I think the narrative element influences me by keeping me focused on the experience, not just the outcome. Every race becomes a story unfolding in real time, and that mindset shapes how I approach challenges during an event. It’s not just about going fast; it’s about capturing those moments that you’ll remember long after the race is over—whether it’s the brutal climbs, the breathtaking views, or the camaraderie you find with fellow racers. I’m always thinking about how these moments fit into the bigger picture, which keeps me grounded and helps me push through when things get tough.

Gab es besondere Lektionen, die Sie aus den Interviews mit Radfahrern bei Ultrarennen gelernt haben?

So viele! Eine wichtige Lektion ist, dass jeder seine ganz eigene Art hat, mit den Herausforderungen dieser Rennen umzugehen. Manche verlassen sich auf reinen Durchhaltewillen, andere auf sorgfältige Planung, und wieder andere nehmen das Chaos einfach an und machen das Beste daraus. Doch unabhängig von ihrem Ansatz verbindet sie alle der Prozess von Leiden, Wachstum und Triumph. Das Zuhören ihrer Geschichten hat mir gezeigt, dass es kein richtig oder falsch beim Rennen gibt; es geht darum, herauszufinden, was für einen selbst funktioniert, und diese Reise zu akzeptieren. Außerdem habe ich gelernt, dass Ultraläufer zu den bescheidensten und bodenständigsten Menschen gehören, oft weil das Rennen selbst einen auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Gibt es einen Bereich oder eine Gruppe im Radsport, auf die Sie durch Ihre Arbeit mehr aufmerksam machen möchten?

Ich möchte gerne mehr Aufmerksamkeit auf die Alltagsradfahrer*innen lenken – Menschen, die vielleicht nicht auf Elite-Niveau Rennen fahren, aber dennoch ihre Grenzen austesten und die Welt auf zwei Rädern erkunden. Oft liegt der Fokus so sehr auf den Profis, dabei kommen einige der inspirierendsten Geschichten von Menschen, die ihr normales Leben mit ihrer Leidenschaft fürs Radfahren in Einklang bringen. Außerdem möchte ich mehr Stimmen aus unterrepräsentierten Gruppen hervorheben – LGBTQ+-Fahrer*innen sowie mehr geschlechtliche und ethnische Vielfalt –, denn der Radsport ist viel vielfältiger, als es manchmal scheint. Es gibt eine ganze Welt von Radfahrer*innen da draußen, deren Geschichten es verdient haben, erzählt zu werden.

Wie denkst du, passt die Passform von PEdALED zu deinem Fahrstil?

Ich fühle mich mit PEdALED verbunden, weil das Ethos genau meiner Sichtweise auf das Radfahren entspricht – sowohl als Abenteuer als auch als Lebensstil. PEdALED entwickelt Ausrüstung nicht nur für die Leistung, sondern für die lange Strecke. Ihre Kollektion ist für den realen Einsatz konzipiert, für Fahrerinnen und Fahrer, die Wert auf Langlebigkeit, Schlichtheit und eine ordentliche Portion individuellen Stil legen. Das passt perfekt zu meinem Ansatz – funktional bleiben, aber niemals langweilig.

Du kannst Allans laufenden Abenteuern auf Instagram @allanshawphoto folgen